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Wofür ist Vitamin D gut?

Vitamin D – Der ultimative Entzündungshemmer

 

 

Erst kürzlich konnte nachgewiesen werden, dass Vitamin D die überraschende & herausragende Fähigkeit besitzt, direkt das Immunsystem zu steuern und ein entzündungshemmendes Gen zu aktivieren (1). Dafür bindet sich das Vitamin D direkt an die körpereigene DNA und wirkt als Genregulator. Angesichts der Tatsache, dass chronisch-entzündliche Erkrankungen die hauptsächlichen Todesursachen in der westlichen Zivilisation darstellen, ist dies eine überaus wichtige Nachricht.

Es wird sogar ernsthaft diskutiert, dass Vitamin D nicht länger als Vitamin, sondern als wichtiger Stoffwechsel-Regulator bezeichnet und eingesetzt werden sollte.

Ein zu niedriger Vitamin-D-Spiegel ist der in unseren Breiten am häufigsten auffällige Laborwert. Im deutschen Ärzteblatt, Ausgabe Januar 2012, wurde veröffentlicht, dass 89% der deutschen Altersheiminsassen einen Mangel an Vitamin D haben. Mit dem Rest der Bevölkerung steht es leider nicht wesentlich besser.

Die Wichtigkeit einer ausreichenden Versorgung mit Vitamin D auch hinsichtlich Krebs wurde bereits in einer US-amerikanischen Studie aus dem Jahr 2002 im angesehenen Krebsjournal „Cancer“ veröffentlicht(2).

Die Forscher untersuchten die Krebssterblichkeit in den Vereinigten Staaten. Die Sterberate verschiedener Krebsarten ist im sonnenarmen Norden etwa doppelt so hoch wie im sonnenreichen Südwesten der Vereinigten Staaten, obwohl die Diät überall in etwa gleich ist. Die Forscher untersuchten insgesamt 506 Regionen im ganzen Land und fanden eine stark inverse Korrelation zwischen Krebssterblichkeit und Ultraviolett-B-Strahlung (UVB). Die Forscher vermuten, dass es das durch UVB erzeugte Vitamin D ist, welches die Schutzwirkung gegen Krebs ausmache. Jedenfalls geht der Autor der Untersuchung davon aus, dass es im Norden der Vereinigten Staaten besonders im Winter so wenig Sonneneinstrahlung gibt, dass kein Vitamin-D gebildet werden kann.

Der Zusammenhang zwischen Sonneneinstrahlung und Krebshäufigkeit gilt nicht nur für weiße, sondern auch & ganz besonders für farbige Amerikaner. Die Farbigen haben insgesamt höhere Krebshäufigkeiten als Weiße, was darauf zurück geführt wird, dass Farbige insgesamt mehr Sonnenlicht benötigen, um Vitamin D bilden zu können.

Untersucht wurden 13 verschiedene Krebsarten, für die alle eine inverse Korrelation zur Sonnenlicht-Einstrahlung besteht. Am deutlichsten ist der Zusammenhang bei Brustkrebs, Darmkrebs und Ovarialkrebs. Aber auch bei Blasen-, Gebärmutter-, Speiseröhren-, Rektum- und Magenkrebs war der Zusammenhang nachweisbar.

Aufgrund dieser und anderer Studien wird inzwischen Vitamin D und seine Analogverbindungen versuchsweise als Anti-Krebs-Mittel eingesetzt (3).

Während Impfungen nur die adaptive Immunität stärken, spielt Vitamin D eine wesentliche Rolle bei der angeborenen und der adaptiven Immunität. Seine aktive Form 1,25(OH)2D greift auf verschiedene Weise in das Immunsystem ein und fördert unter anderem die Bildung von antimikrobiellen Peptiden wie z.B. Cathelicidin. Verschiedene Studien zeigen, dass bei Personen mit Vitamin-D-Mangel die Anfälligkeit für Influenza signifikant gesenkt werden konnte, wenn deren Vitamin-D-Spiegel durch tägliche Gaben von 2000 I.E. angehoben wurde. Ein Mangel wird begünstigt durch dunkle Hautfarbe, hohen Breitengrad, vermehrten Aufenthalt in Räumen und Fahrzeugen, die dunklere Jahreszeit oder Regenzeit. Eine Kontrolle des Vitamin-D-Spiegels ist zu empfehlen, und bei Werten unter 30 ng/ml (= 75 nmol/l) sollte Vitamin D zugeführt werden. Die besten Ergebnisse in der Vorsorge von Osteoporose werden erst bei Werten von 40 ng/ml (= 100 nmol/l) erzielt (4).

Dr. med. Raimund von Helden empfiehlt in seinem Buch über Vitamin D zur Herstellung eines Normalspiegels eine Anfangsdosierung in Höhe von 400.000 IE bei einem Körpergewicht von 70kg – entweder als Einmaldosis oder auf 10 Tage gleichmäßig verteilt (4). Dr. John Cannell vom Vitamin-D-Council empfiehlt die regelmäßige Einnahme von 5.000 IE Vitamin D täglich für normalgewichtige Erwachsene mit einem Gewicht von 55 bis 90 Kilogramm. Wer mehr wiegt, sollte pro 0,5 Kilogramm Körpergewicht etwa 30 IE zusätzlich einnehmen.

„Wir haben herausgefunden, dass bei Erwachsenen die Einnahme von 4.000 bis 8.000 IE (das sind 100 bis 200 µg) erforderlich ist, um den Blutspiegel von Vitamin-D-Stoffwechselprodukten auf dem Niveau zu halten, das notwendig ist, um das Risiko für verschiedene Erkrankungen – Brustkrebs, Dickdarmkrebs, Multiple Sklerose und Diabetes Typ-1 – um die Hälfte zu verringern... Es hat mich überrascht, dass die erforderliche Menge an Vitamin D, die man einnehmen muss, um den Zustand zu erhalten, in dem Vitamin-D-Mangelerkrankungen verhindern kann, so hoch ist – viel höher als die Minimaldosis von Vitamin D in Höhe von 400 IE täglich, die beim Sieg über die Rachitis im 20. Jahrhundert erforderlich war.“, so Dr. Cedric Garland, Professor für Familien- und Präventivmedizin am Moores-Krebs-Zentrum der Universität von Kalifornien in San Diego.

Weitere Informationen über Vitamin D finden Sie bei uns hier.

 

(1) Zhang Y, et al: Vitamin D Inhibits Monocyte/Macrophage Proinflammatory Cytokine Production by Targeting MAPK Phosphatase-1. Journal of Imm, March 1, 2012;vol 188 no.
(2) WB Grant: An estimate of premature cancer mortality in the U.S. due to inadequate doses of solar ultraviolet-B radiation. Cancer 2002;94:1867-1875
(3) Van den Bemt et al: Vitamin D and vitamin D analogs in cancer treatment. Current Drug Targets 2002;3(1):85-94
(4) von Helden, Dr. med. Raimund: „Gesund in 7 Tagen – Erfolge mit der Vitamin-D-Therapie“, ISBN 978-3-939865-12-4, Hygeia-Verlag