Quelle: http://info.kopp-verlag.de/medizin-und-gesundheit/natuerliches-heilen/david-gutierrez/vitamin-d-lindert-prostatakrebs-bei-6-prozent-der-maenner.html

von David Gutierrez

 

»Wir behandeln diese Männer mit normalen Mengen an Vitamin D, wie sie im Körper vorkommen«, sagte Erstautor Bruce Hollis. »Wir sind noch gar nicht bei pharmakologischen Mengen angekommen.«

Vitamin D, das für gesunde Knochen und ein gesundes Immunsystem wichtig ist, wird im Körper gebildet, wenn er der ultravioletten Strahlung des Sonnenlichts ausgesetzt wird. Frühere Studien hatten angedeutet, dass es dazu beitragen könnte, Prostatakrebs zu verhindern oder vielleicht sogar zu behandeln.

Bei einer Studie derselben Wissenschaftler war der Krebs bei 55 Prozent der Männer mit Low-grade-Prostatakrebs, die ein Jahr lang ein Vitamin-D-Ergänzungsmittel einnahmen, weniger aggressiv geworden. Einige Tumoren waren sogar verschwunden.

 

Tumoren schrumpften und verschwanden

Die Forschung hat gezeigt, dass viele Prostatakrebstumoren von selbst verschwinden oder so langsam wachsen, dass sie mit einiger Sicherheit nie gefährlich werden. Aggressiver Prostatakrebs kann hingegen tödlich verlaufen.

Deshalb verwenden Ärzte den so genannten Gleason-Score, der Prostatatumoren hinsichtlich ihrer Aggressivität einordnet. Patienten mit einem Gleason-Score von sieben oder höher gelten als an einem aggressiven Tumor erkrankt, ihnen wird die sofortige operative Entfernung der Prostata empfohlen.

Patienten mit niedrigerem Score wird normalerweise geraten, »aufmerksam abzuwarten«. Viele entscheiden sich jedoch trotzdem, die Prostata entfernen zu lassen. Diese Patienten müssen vor der Operation 60 Tage warten, damit der Körper Zeit hat, sich von der Entzündung durch die Biopsie zu erholen.

Die neue Studie wurde an 37 Männern mit Low-grade- (nicht aggressivem) Prostatakrebs durchgeführt, die sich einer medizinisch nicht notwendigen Operation unterzogen.

Während der 60-tägigen Wartezeit wurden sie willkürlich in zwei Gruppen eingeteilt, von denen die eine ein Vitamin-D-Ergänzungsmittel (4000 Internationale Einheiten), die andere ein Placebo erhielt. Nach der Operation wurden die Drüsen untersucht.

Die Forscher fanden, dass der Prostatakrebs bei den Männern, die ein Placebo erhalten hatten, gleich geblieben war oder sich verschlimmert hatte. Das Gegenteil war bei der Vitamin-D-Gruppe der Fall. »Bei mehr als 60 Prozent der Männer, die Vitamin D einnahmen, wurde der Krebs tatsächlich besser«, sagte Hollis.

Einige der Tumoren schrumpften, während einige tatsächlich völlig verschwanden. Darüber hinaus stellten die Forscher fest, dass in der Vitamin-D-Gruppe auch bestimmte wichtige Lipide und Proteine gesenkt wurden – ein Hinweis auf rückläufige Entzündung. »Krebs wird mit Entzündung, besonders in der Prostatadrüse, in Zusammenhang gebracht«, sagte Hollis. »Vitamin D bekämpft diese Entzündung in der Drüse.«

Besonders die Aktivität eines entzündungshemmenden Proteins, des Wachstumsdifferenzierungsfaktors 15 (GDF15), wurde durch Vitamin D drastisch gesteigert. Frühere Studien hatten gezeigt, dass aggressive Prostatatumoren sehr wenig GDF15 bilden.

 

Das Antikrebs-Vitamin

Weitere Forschung ist nötig, um die Verbindungen zwischen Vitamin D und Prostatakrebs zu klären. Die Wissenschaftler arbeiten an einer größeren Studie. »Wir wissen noch nicht, ob Vitamin D Prostatakrebs behandelt oder verhütet«, sagte Hollis. »Zumindest aber verhindert es, dass Low-grade-Prostatakrebstumoren außer Kontrolle geraten.«

So begrenzt die Studie auch ist, sie ist Teil von Untersuchungen, die Vitamin D mit niedrigerer Krebssterblichkeit in Verbindung bringen. Schon 2008 hatte eine in den Proceedings of the National Academy of Sciences veröffentlichte Studie ergeben:

Wenn jeder doppelt so viel Zeit an der Sonne verbringen würde, könnten zehn Mal mehr Leben durch Krebsprävention gerettet werden, als durch vermehrten tödlichen Hautkrebs verloren würden.

Gesundheitsexperten empfehlen, dass hellhäutige Menschen, die in gemäßigten Klimazonen leben, mindestens 15 Minuten täglich ungeschützt die Sonne auf Gesicht und Hände scheinen lassen. Menschen mit dunklerer Haut brauchen vielleicht doppelt oder dreimal so viel Sonne. Die Zeit in der Sonne sollte mit wachsendem Abstand zum Äquator länger werden.

 

Quellen:

cbsnews.com

medicalnewstoday.com

naturalnews.com

naturalnews.com

truthwiki.org